Textiltechnologie 2016-10-24T22:17:16+00:00

Textiltechnologie

Textiltechnologie in der 10. Klasse – Spinnen und Weben

Die Epoche Textiltechnologie umfasst die beiden praktischen Bereiche Spinnen und Weben sowie die technische Entwicklung der Spinn– und Webgeräte. Die Schüler erlernen das Spinnen von Wolle und anderen Materialien an Handspinnrädern, verbunden damit sind materialkundliche Betrachtungen.
Im zweiten Teil der Epoche arbeiten sie an mehrschäftigen Webstühlen. Jeder Schüler fertigt ein eigenes Gewebe an. Das kann ein Schal, ein Handtuch, ein Tischläufer etc. sein. Einige Schüler setzen sich an bereits eingerichtete Webstühle, während andere die vorbereitenden Tätigkeiten erledigen. So wird der gesamte Entstehungsprozess eines Gewebes exemplarisch durchlaufen. Ausdauer und Genauigkeit sind dabei besonders gefragt. Das Weben selber ist eine ungemein rhythmische Tätigkeit, die den ganzen Körper beschäftigt.
Die Möglichkeit der Musterbildung durch mehrere Schäfte, macht einen entscheidenden Qualitätsunterschied zur Arbeit an einem Webrahmen aus. Es entspricht dem Niveau der Jugendlichen und macht die mathematisch, konstruktive Dimension aus. Das stark Ordnende des Webens unterstützt die Denkprozesse, die den Schüler in diesem Alter beschäftigen.
Parallel dazu werden die Schüler mit den theoretischen Grundlagen des Webens vertraut gemacht. Diese Theorie erfordert räumliches Vorstellungsvermögen, welches aber direkt auf den Webstuhl übertragen werden kann. Künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten ergeben sich bei der gemeinsamen Planung eines Gewebes und bei der individuellen Gestaltung des eigenen Webstückes. Der Schüler ist in einen richtigen Arbeitsprozess eingebunden.

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