Werken 2016-10-24T22:17:16+00:00

Werken

WerkenDas Werken gehört zusammen mit der Handarbeit, dem Gartenbau und dem künstlerischen Gestalten zu einem pädagogischen Konzept, welches sich von der 3. Klasse mit dem Kennenlernen und Erleben von Handwerksberufen bis zur 12. Klasse mit der abschließenden Klassenfahrt zu Stätten europäischer Kunst und Kulturentfaltung erstreckt.

Die Schüler tauchen ein in elementare Handgriffe und Arbeitsvorgänge, welche bedeutend in der kulturellen Entwicklung des Menschen waren. (Anwendung des Messers, Beiles, Hammers, Bohrers – Verbindung Achse und Rad).
Dabei können sie sich frei bewegen und sind nur gehalten durch die Gesetze und Regeln der Werkstatt und durch die Notwendigkeiten, die sich aus dem Arbeitsprozess und der Handhabung der Werkzeuge ergeben.

Werkerziehung als Willensschulung

Der eigene Wille zur Fertigstellung und Gestaltung des Werkstückes soll tragen. Die Schüler erleben sich als Gestaltende. Gerade im Pubertätsalter, wenn Veränderungen im Körperlichen und im Gefühlsleben zu Verunsicherung zu sich selbst und Empfindlichkeit zur Erwachsenenwelt führen, soll der Lehrer zurücktreten können. Das Material und die Genauigkeit der Arbeit soll den Jugendlichen zu einer Urteilsfähigkeit über „richtig“ und „falsch“, über „gelungen“ und „nicht gelungen“ , über „brauchbar“ und „nicht brauchbar“ verhelfen.

Werkerziehung als Sinnesschulung

Sehsinn, Geruchsinn und Tastsinn, welche in der heutigen medialen Welt zu kurz kommen oder eine einseitige Überflutung erleiden, werden in ansprechender Weise angeregt und lebendig gehalten. Auch der Bewegungs – und Gleichgewichtsinn wird ständig aufgerufen, um Formen eigenständig abzuschätzen und um Kräfte bei der Arbeit zu entwickeln oder abzufangen.

Werkerziehung als Erziehung zum sozialen Verhalten

Die Schüler müssen sich eingliedern in Notwendigkeiten, die sich aus dem Arbeitsprozess ergeben, sich gegenseitig helfen und Rücksicht nehmen auf unterschiedliche Fähigkeiten und Neigungen in der Teamarbeit, um diese erfolgreich abzuschließen. Direkte Arbeiten – die Tätigkeit am Werkstück – und indirekte Arbeiten – Werkzeugpflege, Fegen und Sorgfalt am Arbeitsplatz – sind gleichermaßen wichtig für einen erfolgreichen Abschluss.

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