DAS KIND IM 7. SCHULJAHR

Das Kind tritt zwischen dem zwölften und vierzehnten Lebensjahr in ein ganz neues Verhältnis zur Welt. Neben dem physischen Gestaltwandel zeigt sich nun auf seelischer Ebene eine deutliche Kritikbereitschaft und die neu auftretende Fähigkeit, kausal denken zu können und zu wollen. In verstärktem Maße beginnt sich nun das begriffliche Denken zu entwickeln, das bestrebt ist, Bezüge zwischen Einzelerscheinungen herzustellen. Es wird nach Gesetzten gefragt, die unabhängig vom Menschen existieren und ihre Gültigkeit behalten.


LEHRPLANINHALTE DES HAUPTUNTERRICHTS
Unterricht des Klassenlehrers

Das große Thema für die 7.Klasse lautet Ernährung und Gesundheit. Es wird dies auch im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, geographischen und naturkundlichen Gegebenheiten behandelt und somit durchaus im Geographie-, Geschichts-, oder Physikunterricht einfließen.
Die Schüler erfahren, dass Kenntnisse zum sachgemäßen Urteilen befähigen und erleben, dass im Urteil-Bilden neue Fragen entstehen. Durch dieses fächerübergreifende Lernen wird die Grundfigur wissenschaftlichen Tuns angelegt: Das zusammenschauende Denken.

SPRACHPFLEGE
Die sorgfältige Pflege der Rezitation wirkt in dieser Zeit des Reifeprozesses für das auf- und abwogende Gefühlsleben klärend und ausgleichend. Auch anspruchsvollere Balladen werden weiter geübt, in denen der Schüler den Schicksalen einzelner Menschen begegnet.

ERZÄHLSTOFF
Alles was im Interesse der Kinder im Hinblick auf fremde Volksstämme und Völker der Erde steht, kann ausgewählt werden. Dieses lässt Verständnis für Andersartigkeit entstehen.

DEUTSCH
Grammatik: Weiterführung des Satzbaues mit Nebensatz und Interpunktion. Hier werden beim Schüler die Empfindungen für die verschiedenen Spannungs- und Beziehungs-verhältnisse zwischen Trägersatz und der einen oder anderen Gliedsatzart erweckt.

Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit: Dinge aus entgegengesetzten Blickrichtungen betrachten und abwägen, sorgfältiges Aufsuchen der Gegebenheiten und klares, auf den Zusammenhang bezogenes Überlegen werden nun geschult. Weiterhin fächerübergreifend: Klare Versuchsbeschreibungen und wirklichkeitsgetreue Schilderungen von Vorgängen bleiben Zielsetzung für mündliches und schriftliches Üben.


GEOGRAPHIE
Hier erfährt das Kind von Kulturverhältnissen einzelner Erdräume wie zum Beispiel Afrika oder Asien mit ihren unterschiedlichen Lebensformen, in den mannigfachen Vegetations-zonen und dem Fortwirken der verschiedenen Religionen und Traditionen - auch in der Auseinandersetzung mit dem westlichen Weltverständnis.

GESCHICHTE
Die Neuzeit steht im Zentrum des Geschichtsunterrichts mit ihren Entdeckungen und Erfindungen - in der Kunst, in der neuen Form des Handelns und im kirchlichen Leben...... Die Schüler lernen Persönlichkeiten der Renaissance kennen, erfahren über die Zeit der Reformation, von den Glaubenskriegen bis hin zum Dreißigjährigen Krieg.

MATHEMATIK
Das algebraische Rechnen, mit dem im vergangenen Jahr begonnen wurde, bekommt in diesem Schuljahr das Hauptgewicht. Allgemeine Rechenregeln und wichtige Zahlengesetzmäßigkeiten werden nun für die Kinder offensichtlich.

GEOMETRIE
Die geometrischen Gesetze werden in diesem Schuljahr gesucht und formuliert. Hierbei wird die Sprache des geometrischen Beweises erfahren, die sich nur auf das, was ist, und nicht auf das, was sein soll, bezieht.

CHEMIE
Alle Schüler erwarten mit großer Freude ihre erste Chemiestunde. Sie werden im Verlauf des Schuljahres Grundvorgänge wie Verbrennen und Auflösen in Versuchen selber durchführen und sich eine Vorstellung über den Charakter von Säuren, Laugen und Salzen bilden. So kkkk ann in den Stoffen das Wirken der Naturkräfte wahrgenommen und im Schüler die Neugierde für das Entschlüsseln eines wirkenden Prinzips geweckt werden.

PHYSIK
Weiterführung der im 6. Schuljahr begonnenen Optik, Akustik und Mechanik nun aber auch fächerübergreifend im Zusammenhang mit der Besprechung der wichtigsten Sinnesorgane.

MALEN
Geübt wird jetzt die Schichtung zarter Farblasuren auf trockenem Papier. Dadurch wird eine Steigerung der Farbwirkung bei gleichbleibender Transparenz erzielt. Dies erfordert nun eine verstärkte Wachheit und Disziplin des Schülers.


© Eugen Kolisko Schule

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