Dr. Michaela Glöckler
Zur Begründung der Eugen Kolisko Schule in Berlin Havelhöhe

Liebe Mitarbeiter, Freunde und Förderer der Eugen Kolisko Schule,

am 16. September denke ich mit Freude und meinen besten Wünschen nach Berlin herüber und wäre gerne dabei, um den Beginn dieser neuen Waldorfschule, die Kolisko`s Namen trägt, mitzufeiern. Eugen Kolisko war nicht nur Schularzt und Mitarbeiter an der ersten Waldorfschule in Stuttgart. Er war ein Mensch, von dem der Begründer der Waldorfpädagogik -Rudolf Steiner- sagte, dass er "bis ins innerste Herz hinein wahr spricht". Aufgrund des Lebenswerkes von Eugen Kolisko steht sein Name für drei wegweisende Arbeitsimpulse:

  • Den präventivmedizinischen Charakter der Waldorfpädagogik und die Zusammenarbeit von Ärzten und Lehrern im Dienste des sich entwicklenden Menschen.
  • Für den Aufbau einer Chemie- und Substanzkunde, die dem wahren Wesen der Stoffeswelt im griechischen Wortsinn (usia heisst als griechisches Wort sowohl Substanz als auch Wesen) gerecht wird und damit den herrschenden Materialismus überwinden hilft.
  • Den Gedanken einer Volksuniversität, an der jeder Mensch für seine Lebensfragen Rat und Hilfe und Anregungen zum Studium bekommen kann, insbesondere auf dem wichtigen Gebiet der Gesundheitsvorsorge und Fragen der inneren Entwicklung.

Möge dieser grosse Schutzpatron der neuen Waldorfschule auf dem Krankenhausgelände in Havelhöhe seinen Segen spenden und die Schule zu einem kulturellen Ausstrahlungsort auch im weiteren Umkreis machen.

Mit den allerbesten Wünschen, für die Mitarbeiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum,

Ihre Dr. med. Michaela Glöckler


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