Pädagogisches Konzept 2016-10-24T22:17:17+00:00

Pädagogisches Konzept

Der Hort der Freien Waldorfschule Havelhöhe beherbergt 57 Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse. Sie werden von 4 ErzieherInnen von 13.30 bis 18.00 Uhr betreut. Das Mittagsessen wird von 12.30 – 14 Uhr eingenommen. Eine Sozialassistentin hilft beim Hort-Abwasch.
Im nachmittäglichen Ablauf können die Kinder in der Werkstatt Arbeiten, Basteln, Handarbeiten, Spiele spielen und im Bauraum Bauen. Ab 14.30 Uhr können Hausaufgaben gemacht werden.
In den Ferienzeiten betreuen wir ganztägig von 7.30 bis 18.00 Uhr und ergänzen unsere pädagogischen Angebote durch Ausflüge zu verschiedenen Zielen der näheren Umgebung.

Entwicklungsraum für sozialkünstlerische Pädagogik

Unser Hort soll ein Lebens-, Entfaltungs- und Schutzraum für die Kinder zwischen Schule und Familie sein. Die ErzieherInnen schaffen eine Nachmittags-Heimat, die den Kindern in ihren verlässlichen Abläufen Sicherheit und in der Gemeinschaft Geborgenheit vermittelt und sie bemühen sich um einen wertschätzenden und verständnisvollen Umgang mit jedem einzelnen Kind.
Grundlage unserer Pädagogik ist die Waldorfpädagogik, wie sie von Rudolf Steiner entwickelt worden ist.
Aus der Formung und Konzentration des Vormittags kommen die Kinder am Mittag in den Hort, und können sich regenerieren und spielen.

Gemeinschaftsbildung

In den Sozialfähigkeiten zeigen sich häufig Defizite, mit denen sich die Kinder aktiv gestaltend auseinandersetzen, unter der liebevollen Führung und Wahrnehmungsergänzung des Erziehers. Er ist hier Brückenbauer für vielfältigste Prozesse, die soziale Kompetenzen fördern.

Sinnesschulung

Die Naturgegebenheiten unseres Außengeländes fordern die Sinne außerordentlich stark. Zur Vertiefung der Eindrücke regen wir durch Bauen, Klettern und Bewegung vielfältige Qualitäten an, wie Gartenarbeiten, Holz- und Materialbearbeitung und fördern damit den Tastsinn, Gleichgewichtssinn, Bewegungs- und Vitalsinn. Hier sind Gelände und Naturumgebung selbst die aktivsten ErzieherInnen, die der Horterzieher möglichst wachsam, wissensreich und waldkundig ergänzen sollte.

Lernen und freie Selbstentfaltung durch Spiel

Den Kindern stehen soweit wie möglich freie Spielräume zur Verfügung, an denen sie Phantasie, schöpferisches Tun und soziales Miteinander entfalten und üben können. Das Gelände bietet vielfältigste Anregungen und Rückzugsmöglichkeiten für die Spielideen der Kinder. Die ErzieherInnen vermitteln den Kindern gemeinsames Spielgut und Gruppenspiele und sie helfen, Spielregeln und deren Beachtung einzuführen. Bei Konflikten greifen die ErzieherInnen ein.

Handwerklich-künstlerische Tätigkeiten

Den Kindern sollen durch vielfältige Angebote Möglichkeiten gegeben werden, in Einzeltätigkeiten spezifischen Interessen nachzugehen wie z. B. der Jahreszeit entsprechende Gartenaktionen, Bauprojekte, Schnitzen, Nähen, Bastelarbeiten, und Malen. Dem handwerklichen Basteln wird großer Raum gegeben und das künstlerisch Gestalterische wird im Malen, Dekorieren, musikalischen Darbietungen u. a. gepflegt.
Die Kinder erleben den Erzieher selbst als tätigen Menschen, in dessen Nähe eine arbeitsame Atmosphäre lebt, die zum Mittun einlädt und anregt. Die Kinder schließen sich frei und aus eigenem Interesse den angebotenen Tätigkeiten an.

Festgestaltung

Feste sind Höhepunkte im Jahreslauf, die für die Kinder eine herausgehobene Gestalt haben sollen. Der Hort plant und feiert gemeinsam mit der Schule die Jahresfeste.

Kollegiale Zusammenarbeit

Das Kollegium trifft sich in der wöchentlichen Konferenz, in der es eine regelmäßige pädagogische Grundlagenarbeit pflegt, die Zusammenarbeit plant und regelmäßig reflektiert.  Jeder Erzieher soll ermutigt werden, seinen ganz eigenen Zugang zu den Kindern zu finden und seine pädagogischen Ideale zu verwirklichen.
Wir wollen erziehend wirken durch die vertiefte Beziehung zum Kind. Seine Eigenheiten und individuellen Seiten sichtbar zu machen, ist die immer wieder neu geforderte Verstehens-bemühung gegenüber jedem einzelnen Kind. Wir üben uns in einer Werterkennenden Kinderbeobachtung und beschreiben hierfür die Kinder gemeinsam im Kollegium. Wir finden über den Zugang zu den Kindern auch gegenseitig unsere zentralen pädagogischen Motive, die wir zu beleben und in wachsender Reife zu durchdringen versuchen.

Elternarbeit

Für die Kinder ist es wichtig, dass die Erzieher/innen des Hortes engen Kontakt zu den Eltern halten. Dieser Austausch findet auf Elternabenden, zu denen wir  2 x pro Schuljahr einladen und in Einzelgesprächen mit den Eltern, statt.

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