Freie Waldorfschule Havelhöhe

HerzDie Freie Waldorfschule Havelhöhe – Eugen Kolisko ist eine einzügige Schule mit 12 Klassen und einer Eingangsstufe. Unsere Klassengröße liegt bei rund 25 Kindern ab der 1. Klasse und bei 12 Kindern in der Eingangsstufe. Praktische Fächer wie Gartenbau, Handarbeiten und Werken haben den gleichen Stellenwert wie die geistes- und naturwissenschaftlichen sowie die künstlerischen Fächer.
Die Fremdsprachen Englisch und Russisch werden ab der 1. Klasse gleichermaßen bis zur 12. Klasse unterrichtet und zusätzlich das Fach Französisch zurzeit ab der 10 Klasse bei Interesse oder für Quereinsteiger als zweite Fremdsprache statt des Fachs Russisch.
Für den Grundschulbereich bieten wir im Rahmen der Verlässlichen Halbtagsgrundschule (VHG) eine verlässliche Betreuung der Kinder bis einschließlich zur 6. Klasse im Zeitraum von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr an.
Bei gesondertem Bedarf betreut der Hort im Rahmen der Ergänzenden Betreuung Kinder der Klassen 1 – 6 und der Eingangsstufe ab 13.30 Uhr bis 18 Uhr und während der Schulferienzeiten von 7.30 Uhr bis einschließlich 18 Uhr. Im Hort werden die Kinder mit einem warmen Mittagessen versorgt und haben anschließend die Möglichkeit zu spielen, zu basteln, oder ihre Hausaugaben im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung zu erledigen.
Von der ersten bis zur achten Klasse werden die Kinder von einem Klassenlehrer eng begleitet. Ab der 9. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen von je zwei Klassenbetreuern begleitet. In der 11. Klasse haben alle Schüler die Möglichkeit, den Mittleren Schulabschluss (MSA) zu absolvieren. Die reguläre Waldorfschulzeit endet nach der 12. Klasse. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Abitur an einer kooperierenden Schule abzulegen (FWS Kreuzberg, FWS Dahlem).

Brückenklasse

Die Brückenklasse beheimatet die Kinder, die schulpflichtig, aber noch nicht schulreif sind. Die Entwicklungsunterschiede der Kinder sind vielfältig. In der Brückenklasse erleben viele zum ersten Mal eine altershomogene Gruppe und bekommen die Möglichkeit, sich selber besser kennenzulernen und einzuschätzen. Sie erweitern ihre Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen und das im eigenen Tempo. Die Weiterentwicklung von Basiskompetenzen, auf die das spätere schulische Lernen aufbauen kann, stehen im Brückenklassenjahr im Vordergrund.

Sozialkompetenz

  • Aufbau und Pflege des Selbstwertgefühls
  • Umgang mit Konflikten
  • Übernehmen von Verantwortung
  • Zurechtfinden in einer Gruppe

Körper und Bewegungskompetenz

  • Üben der Grob-/ Feinmotori
  • Gleichgewichtssinn, Körperwahrnehmung und -beherrschung

Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz

  • Entwicklung und Pflege der Sinne durch reale Sinneserlebnisse drinnen und draußen

Sprachkompetenz

  • Erleben sprachlicher Vorbilder durch gepflegte Sprache, gemeinsames Singen und Sprechen von Liedern und Gedichten sowie durch das Erzählen von Geschichten
  • Üben gepfegter Kommunikation (Erzählen und Zuhören)

Inhalte und Fachunterricht:

freies Spiel, handwerkliche Tätigkeiten (z.B.Schnitzen), Basteln, Bewegungsparcours, Heftarbeit, Kochen und Backen, Malen, „Draußentag“, gemeinsames Frühstück, Erzählteil, Fremdsprachen, Eurythmie, Wasserfabenmalen, Handarbeit

Unterstufe

TafelbildIn der Waldorfschule bilden Eltern und LehrerInnen eine Erziehungsgemeinschaft. Der Impuls für den Erziehungsauftrag in der Unterstufe geht davon aus, dass “lernen” heißt, sich vom Stehen zum Verstehen, vom Greifen zum Begreifen zu entwickeln. Deshalb wird die Bewegung innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers groß geschrieben.
In den ersten beiden Klassen lernen die Kinder im „Bewegten Klassenzimmer“, in denen Bänke und Kissen nach dem „Bochumer Modell“ vielseitig genutzt werden. Der starke Bewegungsdrang der Kinder wird hierbei phantasievoll aufgegriffen und unterstützt die Freude am Lernen.
Dadurch vernetzen sich die Nerven im Gehirn immer differenzierter, womit der Weg zum kognitiven Lernen bereitet wird. Inhaltlich ist der Lernstoff der kindlichen Entwicklung angepasst, sodass Kopf, Herz und Hand altersgemäß zu ihrem Recht kommen. Er umfasst die grundlegenden Kulturtechniken, Formenzeichnen, Eurythmie, Handarbeit, Sport und Religion von der ersten Klasse an. Die Hausbauepoche und die Feldbauepoche, dann Heimatkundliches und Tierkunde ermöglichen den Dritt- und Viertklässlern aktive Teilhabe am praktischen und sozialen Leben in der Gesellschaft.
Rahmenplan Unterstufe

Mittelstufe

Wir unterrichten auch in der Mittelstufe in Epochen die Fächer Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften und Geschichte. Epochenunterricht bedeutet, dass wir uns tiefgründig einem Thema widmen für eine bestimmte Zeit meist 3 bis 4 Wochen und danach dieses Thema ruhen lassen und uns einem anderen Thema zuwenden. Außerdem halten wir am Klassenlehrerprinzip fest, d. h. dass der epochale Hauptunterricht vom Klassenlehrer von der 1. bis zur 8. Klasse gegeben wird. Nach Absprachen werden einzelne Epochen in der 7. und 8. von den Fachlehrern aus der Oberstufe gegeben. Damit können die Oberstufenlehrer die Klassen schon besser kennen lernen und die Klassenlehrer entlastet werden. Gleichzeitig bleibt aber die Beziehungsebene zwischen Klassenlehrern und Schülern erhalten.
Wichtig ist uns auch in der Mittelstufe die Schüler zu selbständigem Arbeiten zu ermutigen, dazu gibt es verschiedene Referate, Gruppenarbeiten sowie Projektarbeiten. Außerdem hat jedes Schuljahr wie auch in der Unterstufe ein besonderes Thema, welches dem Alter der Schüler entspricht und womit wir uns dann in diesem Schuljahr immer wieder beschäftigen. So ist dies in der 5. Klasse das alte Griechenland. Es findet in diesem Schuljahr auch eine Olympiade statt. In der 6. Klasse stellen das übergreifende Thema die alten Römer dar, in diesem Schuljahr gibt es oft ein Klassenspiel, was aber nicht zwingend mit dem alten Rom zu tun hat.
In der 7. Klasse sind das übergreifende Thema und welches womit sich die Geschichtsepochen beschäftigen die Entdecker und Erfinder der Neuzeit. In der 7. Klasse führen wir ein zweiwöchiges Forstpraktikum durch. In der 8. Klasse wird sich mit Biographien und anderen Kulturen beschäftigt. In diesem Schuljahr, welches ein besonderes Schuljahr darstellt, da es den Abschluss der Klassenlehrerzeit bedeutet, gibt es 3 große Ereignisse. Dies sind zum einen die 8.Klassarbeiten, das Klassenspiel sowie die Klassenfahrt.(Auch in den anderen Schuljahren der Mittelstufe finden Klassenfahrten statt.)

Rahmenplan Mittelstufe

Oberstufe

In der Oberstufe treten an die Stelle des Klassenlehrers zwei Klassenbetreuer sowie das Klassenkollegium, welches die wissenschaftlichen, künstlerischen und handwerklichen Fächer unterrichtet. Um eine praktische Lebensorientierung und umfassende Allgemeinbildung zu fördern, werden auch die künstlerischen Fächer aus der Unter- und Mittelstufe fortgeführt (Musik, Eurythmie, Malen, Zeichnen, Handwerk, Plastizieren und Weben). Besonders der Auseinandersetzung mit dem MSA oder dem Abitur werden diese Fächer von den Schülerinnen und Schülern als erholend und aufbauend erlebt.
In der Oberstufe finden verschiedene Praktika statt: das Landwirtschaftspraktikum (9. Klasse), das Feldmesspraktikum (10. Klasse), das Betriebspraktikum (10. Klasse) und das Sozialpraktikum (11. Klasse) im Krankenhaus, heilpädagogischen Heim oder Altenheim.
In einer kunstgeschichtlich orientierten Klassenfahrt, einem Theaterprojekt und einer Jahresarbeit fassen sich schließlich nochmals die besonderen pädagogischen Ziele der Waldorfpädagogik zusammen, bevor die Vorbereitung auf das Abitur während der 13. Klasse an einer kooperierenden Schule erfolgt (zurzeit die FWS Kreuzberg oder Rudolf Steiner Schule Dahlem).

Rahmenplan Oberstufe