Schulkonzept
Unterstufe: Die Klasse 1 bis 6
In der Unterstufe hat der Unterricht im Klassenverband bei einer Klassenlehrerin oder einem Klassenlehrer eine zentrale Bedeutung, zumeist mit einer Klassenassistenz. In den Klassen 1 bis 2 findet viel Lernen durch Bewegung innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers statt. Das sogenannte „Bochumer Modell“ unterstützt dabei die Freude am Lernen. Inhaltlich werden grundlegende Kulturtechniken, Formenzeichnen, Eurythmie, Handarbeit, Sport und Religion unterrichtet.
Mittelstufe: Die Klasse 6 bis 9
In der Mittelstufe tritt der Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer zurück und das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler wird gestärkt. Oft kommen in Fachunterrichten Fachkräfte aus der Oberstufe in den Unterricht, um alleine oder im Team-Teaching den komplexer gewordenen Stoff zu bewältigen.
Oberstufe: Die Klassen 10 bis 12
Im Gegensatz zu der häufigen Fächerreduktion der Oberstufe vertritt die Waldorfpädagogik das Prinzip einer breiten Lebensorientierung und umfassenden Allgemeinbildung. So werden z.B. auch die künstlerischen Fächer aus der Unter- und Mittelstufe vollständig fortgeführt, wie Musik, Eurythmie, Malen, Zeichnen, Handwerk, Plastizieren und Weben. Einen besonderen Stellenwert haben auch die Praktika in der Oberstufe, so in der Landwirtschaft (9. Klasse), im Vermessungswesen (10. Klasse), im Betrieb (10. Klasse), sowie im sozialen Bereich (11. Klasse) jeweils als Wahlmöglichkeit im Krankenhaus, heilpädagogischen Heim oder im Altenheim.
Klasse 12: Der Waldorf-Abschluss
In einer kunstgeschichtlich orientierten Klassenfahrt, auch auf einem Theaterprojekt, in einer Jahresarbeit fassen sich noch einmal die besonderen pädagogischen Ziele der Waldorfpädagogik zusammen. Diese beziehen sich auf die Persönlichkeitsbildung, Ich-Findung, Selbstbestimmung und Autonomie der jungen Menschen.